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1. Eine Homepage ist keine Praxiswebseite

Starten wir mit einer kurzen Begriffsdefinition: Eine Homepage bezeichnet technisch gesehen die Startseite, also die zentrale Ausgangsseite einer Webseite (vgl. Wikipedia). Zwar gibt es auch Praxiswebseiten, die nur aus einer einzigen Inhaltsseite und somit einer Homepage bestehen (sogenannte „One Pager“), allerdings beinhalten selbst diese Webauftritte in der Regel separate Unterseiten (keine Homepages) für rechtliche Pflichtinformationen.

Umgangssprachlich hält sich der Begriff „Homepage“ jedoch hartnäckig und wird auch in Fachkreisen zur Bezeichnung von ganzen Webauftritten genutzt. In unserem Beitrag nutzen wir daher die Begriffe „Homepage“, „Website“ und „Webseite“ synonym.

Eine moderne Praxiswebseite besteht aus einer Homepage und mehreren Unterseiten.

2. Eine Homepage ist für Ärzte mehr als eine Visitenkarte

Viele Ärzte*innen sehen in Praxis-Homepages nicht mehr als digitale Visitenkarten. Entsprechend beinhalten heute viele Webauftritte nur grundlegende Informationen: ein kurzes Profil des Praxisinhabers, die Öffnungszeiten der Sprechstunde sowie die wichtigsten Kontaktinformationen.

Ein Arzt bzw. eine Ärztin kann jedoch viel mehr von Ihrer Homepage erwarten: Eine gute Webseite informiert nicht nur, sie entlastet das gesamte Praxis. Wie das funktioniert, zeigen unsere folgenden Beispiele.

5 Mehrwerte, die eine gute Praxis-Homepage liefert

  1. Die richtigen Patienten: Gestaltung und Inhalte einer Webseite helfen Arztpraxen dabei, die richtigen Patienten (denen wirklich geholfen werden kann) anzusprechen und „Irrläufer“ zu reduzieren. Dazu trägt insbesondere eine detaillierte Auflistung von Gesundheitsleistungen und Spezialisierungen bei.
  2. Weniger Anrufe: An der Praxis-Rezeption geht es häufig heiß her. Beantwortet eine Webseite die häufigsten Fragen von Patienten bereits vorab, wird das Anrufaufkommen nachweislich und nachhaltig gesenkt.
  3. Kürzere Aufklärungsgespräch an der Rezeption: Viele Fragen lassen sich mit Verweis auf die eigene Praxiswebseite schnell und sicher beantworten.
  4. Gezieltere Fragen in der Sprechstunde: Patient*innen, die sich bereits vor Ihrem Termin grundlegend informieren können, stellen während der Sprechstunde erfahrungsgemäß deutlich zielführendere Fragen.
  5. Weniger Administration: Digitale Anamnesebögen, Online-Rezeptbestellungen, Videosprechstunden und Online-Terminbuchungen nehmen Ihrem Praxisteam jede Menge Arbeit ab.
  6. Bessere Bewerber: Ein professioneller und sympathischer Auftritt überzeugt nicht nur Patient*innen, sondern auch potentielle Bewerber*innen. Ein ansprechender Praxisauftritt zeigt somit auch potentiellen Mitarbeiter*innen, was Sie von Ihrem Praxisbetrieb erwarten dürfen.

3. Mit diesen Kosten sollten Sie für Ihre Praxiswebseite rechnen

Was kostet eine Praxiswebseite? Die Antwortet lautet – wie so häufig – es kommt darauf an. Waren Sie schon einmal auf einer Ärzte-Webseite und haben sich gefragt: „Wo bin ich denn hier gelandet“? Diese Homepage war vermutlich (und hoffentlich) preiswert. Gleichzeitig gibt es auch einige Arztpraxen, die sich online wirklich sehen lassen. Genauso wie die Qualität, schwankt auch der Preis für eine Homepage.

Erfahrungsgemäß sollte eine Ärztin oder ein Arzt zwischen 2.500 und 9.500 EUR für eine professionelle Homepage investieren. Nach oben hin, ist die Grenze allerdings löchrig. Regelmäßig berichten uns Praxisinhaber, für Ihre aktuelle Webseite über 15.000 EUR gezahlt zu haben. Gerade bei großen Agenturen keine Seltenheit.

Unser Tipp: Betrachten Sie nicht nur die Kosten für die Entwicklung, sondern auch für die Wartung und Pflege Ihrer Homepage. Ein kurzes Gespräch mit Ihrer Agentur klärt Sie schnell und transparent auf.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten für eine Praxis-Homepage?

Der oben genannte Preisrahmen ist groß. Woher kommt diese große Differenz? In erster Linie von dem Umfang der Webseite – und zwar inhaltlich und funktionell. Die folgende Liste zeigt die größten Preistreiber für moderne Webseiten:

  1. Neue Inhalte: Der größte Kostenfaktor für eine Homepage ist i.d.R. der Inhalt, also die Texte, Bilder und Videos. Umso mehr Inhalte für die Webseite entwickelt werden müssen, desto teurer ist das Endprodukt.
  2. Individuelle Funktionen: Für viele Funktionen wie etwa Kontaktformulare, Terminbuchungen oder Videosprechstunden gibt es bereits „fertige“ Software, die mit geringem Aufwand in eine Praxiswebseite integriert werden kann. Werden stattdessen individuelle Lösungen gewünscht, setzt ein starker Preishebel ein.
  3. Viele Unterseiten: Umso mehr Unterseiten gestaltet, entwickelt und befüllt werden müssen, desto größer ist der Aufwand für die Entwickler*innen bzw. die Agentur. Entsprecht verhält es sich mit dem Preis.
  4. Zusätzliches Marketing: Eine ansprechende Website allein ist für Ärzt*innen häufig nicht genug. Wenn eine neue Praxis beworben werden soll, um neue Patient*innen oder Mitarbeiter*innen zu gewinnen, empfehlen sich zusätzliche Online-Marketing-Maßnahmen wie Suchmaschinenoptimierung (SEO) oder Werbeanzeigen auf Google, in Ärzteportalen oder im Social Web.

Im Praxisalltag nutzen nicht nur Patient*innen, sondern auch das Praxisteam die eigene Webseite regelmäßig.

4. Drei Beispiele für gute Homepages

Wenn Sie an gute Homepages von Ärzten, Therapeutinnen oder Gesundheitszentren denken, fallen Ihnen sicherlich direkt zwei oder drei Beispiele ein. Zusätzliche Inspiration für Ihre eigene Praxis-Homepage liefern die folgenden drei Beispiele aus unser Kategorie „Hausärzte & Allgemeinmediziner“.

  1. Platz: Hausarztpraxis Tribsees, https://hausarztpraxis-tribsees.de
  2. Platz: Gesundheitspraxis Wanderup, https://praxis-wanderup.de
  3. Platz: Arztpraxis am Michel, https://arztpraxis-am-michel.de

Funktioniert eine moderne Webseite auf jedem Endgerät, spricht man vom responsive oder mobile-friendly Web Design.

5. Worauf jede Ärztin und jeder Arzt beim Kauf einer Homepage achten sollte

Anders als ein Praxislogo oder ein Druckprodukt wie Visitenkarten ist eine Webseite ein technisch komplexes System. Entsprechend aufmerksam sollten Ärzte*innen beim Kauf einer Homepage bzw. der Auswahl einer Agentur für Praxismarketing sein. Um die häufigsten Fehler zu vermeiden, haben wir eine übersichtliche Checkliste erstellt, damit Sie auch noch lange nach dem Kauf Freude an Ihrer Praxis-Homepage haben:

Checkliste zum Kauf einer Homepage für Ärzte und Ärztinnen

  • Allgemein
    • Suchen Sie eine Agentur, die alles, was eine gute Homepage braucht, aus einer Hand anbietet. Es ist mühsam, Grafiker*innen, Texter*innen und Entwickler*innen selbst koordinieren zu müssen.
    • Wählen Sie einen Anbieter, bei dem Sie Ihre Homepage später auch selbst editieren oder einfach zu einem anderen Dienstleister umziehen können. So bleiben Sie unabhängig und flexibel.
    • Fragen Sie bei Ihrer Agentur nach Paketpreisen in Kombination mit anderen Werbemitteln, um Kosten zu sparen.
    • Suchen Sie einen Anbieter, der Ihre Homepage auch langfristig betreut. Eine Webseite muss – wie ein Auto – regelmäßig gewartet und inhaltlich aktualisiert werden.
  • Technik
    • Wählen Sie ein Webseiten-System, welche verbreitet ist. Das weltweit erfolgreichste System WordPress ist beispielsweise komplett lizenzfrei. Zudem finden Sie bereits heute zahlreiche kostenlose Erweiterungen, die bei anderen Systemen viel Geld kosten.
    • Klären Sie vorab, welche technischen Vorkehrungen getroffen werden. Fragen Sie konkret nach Suchmaschinenoptimierung, Seitengeschwindigkeit und Sicherheitsmaßnahmen. Eine gute Agentur hat alles im Blick.
  • Design
    • Prüfen Sie ältere Projekte Ihrer Werbeagentur. Sagen diese Ihnen optisch zu, sind Sie bei Geschmacksfragen gut aufgehoben.
  • Inhalt
    • Fragen Sie bei Ihrer Agentur konkret nach Inhalten. Was wird geliefert, was nicht? Je nach Anbieter stehen Ihnen verschiedene Servicepakete zur Auswahl.
    • Klären Sie ab, wer die Inhalte auf Ihrer neuen Seite pflegt – initial vor der Veröffentlichung und langfristig.
  • Rechtliches
    • Sichern Sie sich rechtlich ab. Eine Webseite unterliegt zahlreichen Gesetzen, beispielsweise dem deutschen Telemediengesetz, dem Datenschutz (DSGVO) und dem Wettbewerbsrecht. Ihre Werbeagentur informiert Sie auf Anfrage, worauf sie konkret achten müssen und setzt viele Pflichtinformationen und -funktionen direkt für Sie um.

Unser Tipp: Informieren Sie sich vorab, welche rechtlichen Fallstricke Sie bei einer Praxishomepage beachten sollten. Im Internet finden sich dazu viele gute Beiträge (vgl. Ärzteblatt 2019 und IT-Recht-Kanzlei). Alternativ sprechen Sie Ihre Agentur an.

Fazit: 3 Dinge, die für Praxiswebseiten wirklichen zählen

Eine eigene Homepage ist ein zentraler Erfolgsfaktor für jeden Arzt und jede Ärztin. Gleichzeitig sind Praxis-Websites komplex und müssen viele Anforderungen erfüllen – aus Markensicht, aus Nutzersicht und natürlich aus Sicht der Gesetzgebers. Wer allerdings eine gute Werbeagentur für Praxismarketing an der Hand hat, kann sich ohne großen Aufwand und mit überschaubaren Kosten auf einen tollen Webauftritt freuen.

Drei Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten:

    1. Eine Praxiswebseite begleitet Sie über viele Jahre. Wählen Sie Ihre Agentur daher mit Bedacht.
    2. Machen Sie sich einen Plan, was Ihre Webseite können soll und suchen Sie gezielt nach Beispielen. So stellen Sie sicher, dass Ihre eigene Webseite Ihre Anforderungen voll und ganz erfüllt.
    3. Schauen Sie über den Tellerrand. Eine Homepage allein macht keinen professionellen Praxisauftritt aus. Behalten Sie daher auch Ihr Praxislogo und Ihre gedruckte Praxisausstattung im Blick.

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